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Expertentipps rund ums Parkett

Hochwertiges Parkett: Was ist zu beachten?


Ein Echtholzparkett verleiht jedem Raum Natürlichkeit und Wärme. Die verschiedenen Holz- und Verlegearten bieten der Bodengestaltung ein sehr großes Spektrum. Von klassisch traditionell bis modern kann jeder Einrichtungsstil mit dem perfekten Parkettfussboden untermalt werden. Rainer Mansius, gelernter Parkettlegemeister, Sachverständiger und beim Parkettspezialisten Pallmann für die Anwendungstechnik zuständig, zeigt auf, was man bei der Auswahl des passenden Parketts beachten muss, dass man lange Freude daran hat.

 

Was macht denn ein hochwertiges Parkett aus?
Mit einem hochwertigen, fest verklebten Parkettfußboden holt man sich ein Stück Natur auf Lebenszeit in die Wohnung. Der wohngesunde Baustoff Holz liegt im Trend und vermittelt im Einrichtungsbereich ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Ein Parkettfußboden „atmet“ und nimmt im Sommer Luftfeuchte aus dem Raumklima auf, im Winter dagegen, wenn die Räume stark beheizt werden und die Luftfeuchtigkeit sinkt, gibt der Dielenboden wieder Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Mit der richtigen Reinigung und Pflege schafft man sich einen familienfreundlichen Bodenbelag. Ein Echtholzboden punktet auf vielen Gebieten. Ob Wohngesundheit, Pflegeleichtigkeit, Reinigungsfreundlichkeit oder Hygiene: Parkett hat gegenüber anderen Bodenbelägen deutliche Vorteile.
Generell unterscheidet man zwischen Massiv- und Mehrschichtparkett. Massive Holzstäbe sind ein homogen durchlaufendes Element wobei ein Mehrschichtparkett aus zwei oder drei miteinander verklebten Echtholzschichten besteht.

Massivparkett hat eine höhere Lebens- und Nutzungsdauer, denn es kann häufiger renoviert werden als ein Mehrschichtelement.  Bei 2- oder 3-Schichtparkett kann nur die oberste Schicht (ca. 3-4 mm) abgeschliffen bzw. renoviert werden.

Eignen sich alle Holzarten gleich gut für einen Holzboden?

Nicht alle Holzarten haben die gleichen Eigenschaften. Entscheidend ist, wie schnell sich ein Holz auf das Umgebungsklima einstellen kann. Dies geschieht durch Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit. Auch das Quell- und Schwindverhalten spielt eine Rolle. Eiche gilt beispielsweise als eine sehr gut „stehende“ Holzart. Das heißt, sie verformt sich wenig. Buntholzarten wie Buche oder Ahorn gelten dagegen als sensible Hölzer, die eine schnelle und starke Reaktion auf die Umgebungsbedingungen zeigen. Bei guter Qualität und fachgerechter Verarbeitung können jedoch alle Hölzer als Parkett eingesetzt werden.

Auf welche konstruktiven Details kommt es an?
Bei Massivholzparkett ist auf ein günstiges Breiten-Längen-Verhältnis zu achten. Die Formate sollten nicht zu groß sein. Ideal ist Mosaikparkett in allen Varianten. Beim Mehrschichtparkett ist ein hochwertiger Aufbau der Elemente entscheidend. Bewährt haben sich Mittel- und Trägerlagen aus Fichte-, Tanne- oder Birke-Sperrholz, die Stabilität garantieren. Auch die Verleimung der Schichten untereinander ist für die Qualität ausschlaggebend.

Eignet sich Parkett-Boden für die Fußbodenheizung und was gibt es dabei zu beachten?
Grundsätzlich kann bei Parkettboden eine Fußbodenheizung eingesetzt werden, doch nicht alle Holz- und Parkettarten eignen sich gleich gut dafür. Ideal sind kleinformatige Elemente, die ein ausgewogenes Dicken-Breiten-Verhältnis von 1:4 bis 1:7 aufweisen. Die Holzarten sollten ein geringes bis mittleres Quell-Schwundmaß wie zum Beispiel Eiche und Nussbaum aufweisen. Hirnholzparkett und Schiffböden eignen sich weniger gut.

Welche Oberflächenbehandlungen gibt es und wo liegen die Vor- und Nachteile?
Öl-Wachs-Kombinationen auf Ein-Komponenten- oder besser auf Zwei-Komponenten-Basis bieten eine atmungsaktive und natürliche Gesamtoptik, jedoch mit einem etwas höheren Reinigungs- und Pflegeaufwand. Lacke auf Ein-Komponenten- oder auch auf Zwei-Komponenten-Basis können mit der geeigneten Grundierung einen warmen, anfeuernden Farbton erzeugen. Die Lackauswahl ist abhängig von der zu erwartenden Beanspruchung – der Reinigungs- und Pflegeaufwand ist deutlich geringer. Für ein gesundes Wohnumfeld empfehlen sich Lacksysteme, die lösemittelarm bzw. lösemittelfrei sind. Das Pall-X Zero-System von Pallmann ist beispielsweise ein solch völlig lösemittelfreies Lacksystem.

Wie pflege ich meinen Parkettboden, dass er lange schön bleibt?
Die Pflege hat einen entscheidenden Einfluss auf die Langlebigkeit des Parketts und auf eine schöne Optik. Zu nasse Reinigung, das falsche Raumklima oder der nicht sachgemäße Betrieb einer Fußbodenheizung beeinflussen den Parkettboden. Ein gesundes Raumklima mit einer Temperatur von ungefähr 20 Grad und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent hilft Verformungen des Holzes und Fugenbildungen zu vermeiden. Dies sind übrigens auch die Bedingungen, in denen sich Menschen wohl fühlen. Die Reinigung sollte möglichst oft trocken durch saugen oder kehren erfolgen. Wenn feucht gewischt wird, sollte das Tuch nur nebelfeucht sein und darf auf keinen Fall tropfen. Eine Versiegelung schützt das natürliche Holz am Besten. Durch die permanente Beanspruchung wird aber jede Versiegelung mit der Zeit abgenutzt. Hier ist eine regelmäßige und sachgemäße Pflege besonders wichtig. Der Parkettspezialist  Pallmann bietet beispielsweise eine wasserbasierende Pflegeemulsion an, mit der die Lebensdauer des Bodenbelags um bis zu fünfmal verlängert werden kann.

Alle Fragen rund um den geeigneten Parkettfußboden sowie zur richtigen Pflege und Reinigung beantworten auch alle Parkettprofis in Ihrer Nähe.